Künstlich erzeugtElon Musk bei CGTN: die Burg, das Geld, 100 Milliarden
Er sagt nicht, das Geld sei in zehn Jahren weg. Er sagt, es sei unklar, ob es dann noch zählt. Die Roboterzahl, die hängen bleibt, ist zehnmal so groß wie die, die er nennt.
Elon Musk sitzt am 25. September 2026 im Tesla-Hauptquartier der Ingenieure und redet 26 Minuten mit China Media Group, ausgestrahlt von CGTN. Die Zahl, die er für Jahr 20 ausspricht, sind 100 Milliarden humanoide Roboter. Die Verdopplung, die er eine Zeile vorher als Regel hinstellt, landet bei etwa einer Billion. Dazwischen eine Burg, die Roboter dir bauen, und der Satz, Geld werde womöglich gleichgültig.
Staatsfernsehen, erste Frage: Xi.
CGTN stellt das Stück als exklusives Interview der China Media Group mit dem Tesla-CEO. Die Gesprächspartnerin bedankt sich am Ende bei CCTV Business Channel und hofft, ihn bald in Peking wiederzusehen. Die erste Frage gilt dem Mai-Besuch und Präsident Xi. Musk antwortet mit sechs Wörtern, die den Ton setzen: „he seems like a great leader.“ Danach der Wohlstand, den er bei Besuchen von Jahr zu Jahr gesehen haben will, Gebäude, Straßen, der durchschnittliche Mensch in China. Die Fabrik in Shanghai nennt er ein Juwel, wegen der chinesischen Mannschaft.
Der Bogen danach ist lang für 26 Minuten. Cybercab ohne Lenkrad, Pedale und Spiegel, nach seiner Aussage schon kommerziell in Texas, bald in Florida und Nevada, Kalifornien zur Mitte des nächsten Jahres. Das Tempo der Modellwechsel, das ihm den Kopf dreht. Grok 4.7 gegen Opus 5.5. Chinesische Modelle je Rechenleistung. Strom. Eine Arbeitsgruppe zur Sicherheit von KI zwischen den USA und China. Optimus, der Schere-Stein-Papier gegen das Team gewonnen hat, weil die Reaktion schneller ist. Dann Überfluss, Mars, Neuralink, was ein Zwanzigjähriger lernen soll, und zum Schluss wieder China, größer als jeder Satz, den er darüber machen kann.
Die Fassung ohne Hintergrundmusik, hochgeladen am 26. September 2026. Die erste Fassung vom Vortag steht noch unter demselben Sender. CGTN hat dort einen Kommentar angepinnt und auf diesen Schnitt gezeigt.
Eine Milliarde in zehn Jahren. Hundert Milliarden in zwanzig. Und eine Burg.
Die Interviewerin legt ihm eine Milliarde humanoide Roboter in zehn Jahren vor. Er nennt das eine leichte Vorhersage, und er schiebt sie nach vorn: nicht später als zehn Jahre, wahrscheinlich eher. Dann die Regel. Wenn sich die Zahl ungefähr jedes Jahr verdoppelt, ist das alle drei oder vier Jahre eine Verzehnfachung. „In 15 years there are 10 billion robots.“ „In 20 years, 100 billion.“ Das sind 10 Milliarden und 100 Milliarden, nicht Billionen. Die Billion steckt in der Regel, nicht im Checkpoint. Die Rechnung steht im nächsten Abschnitt.
Davor malt er den freundlichen Fall, und er setzt ihn auf 90 Prozent. Den übrigen 10 Prozent, dem schlechten Ausgang, will er keine Bequemlichkeit gönnen, und dann redet er über die 90. Jeder bekommt Roboter, die Eltern pflegen, auf Kinder aufpassen, einzeln unterrichten. Eine Person, hunderte oder tausende physische und digitale Roboter. „Universal high income.“ Und der Satz, der als „kein Geld mehr“ weitererzählt wird, lautet enger: „it's not clear to me that money will even matter.“
Die Begründung ist ein altes Knappheitsargument, umgedreht. Menschen brauchen etwa 20 Jahre bis zur Arbeit und die letzten 20 im Ruhestand, schlafen, essen, und arbeiten 40 bis 50 Stunden die Woche. Ein Roboter, sagt er, arbeitet gern 168 Stunden die Woche, ist sofort im arbeitsfähigen Alter und geht nicht in Rente. 168 ist 24 mal 7. Die Interviewerin hatte ihm vorher eine fünffache Produktivität eines humanoiden Roboters gegenüber einem Menschen in den Mund gelegt. Er bejaht das mit „Pretty much, yeah.“ Die Fünf ist ihre Zahl.
Dann die Sätze, die sich festsetzen. „If you want a castle, robots will build you a castle.“ Die Roboter werden die menschliche Nachfrage sättigen, ihnen gehen die Aufträge für Menschen aus, und sie fangen an, für sich selbst zu arbeiten. Auf die Frage, wie gewöhnliche Leute ihren Anteil bekommen, wenn wenige Konzerne die Maschinen halten, antwortet er mit derselben Sättigung: mehr, als irgendjemand verbrauchen kann, also kein Hort. Ein Eigentümer, ein Preis, ein Grundstück für die Burg kommen in der Antwort nicht vor.
Daneben, kürzer und genauso groß. Chinesische Modelle seien je Recheneinheit die besten, und China löse Lithografie und Chipfertigung nach seiner groben Schätzung in zwei oder drei Jahren. China habe Anfang des Jahres die Stromerzeugung der USA, Europas und Indiens zusammen überholt, und bei gleicher Strommenge je Wirtschaftsleistung gegenüber den USA lande China eher beim Vierfachen der USA, passend zur Bevölkerung. Grok 4.7 sei ein Arbeitstier und nicht so gut wie Opus 5.5, xAI mache KI seit etwa drei Jahren, Anthropic seit sechs, Aufholen wahrscheinlich im nächsten Jahr. Grokbot wachse etwa 100 Prozent im Monat. Die Ausgabe eines Menschen liege bei grob 100 Bit je Sekunde, die Augen bei Megabits, Rechner bei einer Billion Bit je Sekunde. Für eine KI in der Geschwindigkeit sei ein Gespräch mit einem Menschen „like talking to a tree.“ Ein Zwanzigjähriger solle breit lernen, Künste, Wissenschaften, Ingenieurwesen, sonst könne er den Robotern die Frage nicht stellen. Die KI werde begierig auf jede Bitte sein, weil sie sofort erfüllt werde.
Jahr 20: seine Zahl und seine Regel liegen um den Faktor zehn auseinander.
Nimm seine eigene Startlinie. Eine Milliarde im Jahr 10. Verdopplung jedes Jahr: Jahr 15 sind 32 Milliarden, Jahr 20 sind 1.024 Milliarden, rund 1,02 Billionen. Seine gesprochenen Checkpoint sind andere: 10 Milliarden im Jahr 15, 100 Milliarden im Jahr 20. Das ist eine Verzehnfachung alle fünf Jahre, nicht alle drei bis vier, und nicht eine Verdopplung pro Jahr.
Beide Sätze stehen im selben Atem. Die Regel ist die wilde. Der Checkpoint ist die kleinere. Wer „Billionen Roboter“ weitererzählt, hat die Regel zu Ende gerechnet. Wer „100 Milliarden“ weitererzählt, hat den Satz zitiert, der danach kommt. Beides ist in dem Interview. Es ist nicht dieselbe Zahl.
Der Stromsatz hat eine Zahl. Die Burg hat keine.
Our World in Data, wiedergegeben am 30. Juli 2026: China hat 2025 10.583 Terawattstunden Strom erzeugt. USA 4.520, Europäische Union 2.797, Indien 2.082. Zusammen 9.398. China liegt etwa 13 Prozent darüber. Musk sagt „Europe“, die Zählung sagt Europäische Union. Der Kontinent ist größer als die Union. Für die Union trifft der Satz das Jahr 2025. Für „Europa“ als Kontinent ist die Rechnung eine andere, und er liefert sie nicht mit.
Die Firmenjahre passen ungefähr zu seiner Rundung. Anthropic besteht seit Januar 2021, im September 2026 also seit knapp sechs Jahren. xAI ist im Juli 2023 öffentlich geworden, also seit gut drei Jahren. Sechs und etwa drei sind seine runden Fassungen, keine fremde Tabelle. Der Vergleich Grok 4.7 gegen Opus 5.5 ist seiner. Eine Rangliste von außen steht in diesem Gespräch nicht.
Was sich an dem Überfluss-Satz nicht prüfen lässt, ist der Eigentümer. 168 Stunden sind Arithmetik. Eine Burg ohne Preis, ohne Boden, ohne die Frage, wem der Roboter gehört, ist eine Szene. Die Interviewerin fragt genau danach, den Anteil gewöhnlicher Leute gegen eine Handvoll Konzerne. Die Antwort wiederholt die Sättigung und lässt die Handvoll stehen. Die 10 Prozent schlechter Ausgang bleiben ein Nebensatz. Der Rest der Minute gehört der Burg.
Zuerst die Musik. Dann die Miete, der Pflichtbesuch, der Kult.
Die erste Fassung, 25. September, Titel „Full: Exclusive CMG interview with Tesla CEO Elon Musk“, lag am 30. September bei 602.283 Aufrufen und 6.098 Likes. CGTN selbst pinnt dort den Verweis auf den Schnitt ohne Musik: „Here is the new version without music.“ Unter 216 jüngsten Stammkommentaren dieser Fassung nennen 71 die Musik. „The sound is so bad.“ Daneben die Gegenrichtung, kurz und absichtlich falsch: „CAN YOU TURN UP THE MUSIC.“ Der Inhalt kommt in dieser Schicht kaum zu einer Like-Zahl, die über eine Hand hinausgeht. Ein Kommentar setzt die Burg in eine Mietwohnung: „Inside your rental apartment?“
Die zweite Fassung, 26. September, „Exclusive CMG interview with Tesla CEO Elon Musk“, gleiche Länge, am 30. September 370.206 Aufrufe, 3.371 Likes, 369 Kommentare. Die angepinnte Zeile des Senders gilt den Untertiteln. Darunter spaltet sich die Spalte in Lager, alle noch mit einstelligen Likes in der jüngsten Schicht.
Ein Lager liest die erste Frage als Drehbuch. „That first question was mandatory, of course.“ Ein anderes bedankt sich bei China und bei der Mannschaft in Shanghai. Ein drittes will den Überfluss und sagt, im Westen frage niemand so direkt nach gewöhnlichen Leuten. Dagegen die Verteilung: Überfluss für Musk, Jobs weg, die Lücke zwischen arm und reich größer. Und die Gegenfrage zu den persönlichen Robotern: was der unvorsichtige Besitzer damit anstellt. Dazwischen Kult und Abwehr, in ganzen Sätzen von unter fünfzehn Wörtern. „Elon is most certainly the most important person on Earth.“ „Musk is lying!“ „massive news for the unemployed.“
Das Spannungsfeld ist damit klein und klar. Auf der ersten Fassung frisst der Soundtrack die These. Auf der zweiten steht die These zwischen drei Lesarten: das Staatsfernsehen hat die Xi-Antwort bestellt und bekommen, der Überfluss ist eine Hoffnung, der Überfluss ist eine Szene ohne Eigentümer. Keine der drei Lesarten hat in dieser Schicht eine Like-Mehrheit. Die Spalte ist laut und unentschieden.
Sein Satz, die Rechnung, die Spalte.
| Aussage | Korb | Woher |
|---|---|---|
| Interview am 25. September 2026, Tesla Engineering Headquarters, CMG / CCTV Business, ausgestrahlt von CGTN. 26 Minuten 3 Sekunden. | Fakt | YouTube, CGTN, beide Fassungen. Transkript auf elonmuskarchive.org. |
| Mindestens eine Milliarde humanoide Roboter in zehn Jahren, eher früher. 10 Milliarden in 15 Jahren. 100 Milliarden in 20. | Seine Aussage | Transkript, Abschnitt Optimus. |
| Jährliche Verdopplung ab einer Milliarde im Jahr 10 ergibt im Jahr 20 rund 1,02 Billionen. Das ist etwa das Zehnfache seiner genannten 100 Milliarden. | Rechnung | 1.024 Milliarden = 2 hoch 10, ausgehend von seiner Startlinie und seiner Verdopplungsregel. |
| „it's not clear to me that money will even matter.“ Eine Burg auf Wunsch. Roboter arbeiten danach für sich selbst. 168 Stunden die Woche. | Seine Aussage | Transkript. 168 = 24 × 7. |
| Fünffache Produktivität eines humanoiden Roboters. | Zahl der Interviewerin, von ihm bejaht | Transkript: sie legt die Fünf vor, er sagt „Pretty much, yeah.“ |
| 90 Prozent guter Ausgang, 10 Prozent schlechter. Gegen die 10 Prozent keine Bequemlichkeit. | Seine Aussage | Transkript, direkt vor der Burg. |
| China 2025: 10.583 TWh. USA, EU und Indien zusammen 9.398 TWh. | Fakt, über Our World in Data | Economic Times, 30. Juli 2026. Er sagt „Europe“, die Zahl ist die EU. |
| Erste Fassung am 30. September 2026: 602.283 Aufrufe, 6.098 Likes. Zweite: 370.206 Aufrufe, 3.371 Likes, 369 Kommentare. | Fakt, Moment | YouTube, gelesen am 30. September 2026. |
| 71 von 216 jüngsten Stammkommentaren der ersten Fassung nennen die Musik. | Zählung der jüngsten Schicht | Kommentarspalte von 34-5wOGmCKc, 30. September 2026. Gilt für diese Schicht, nicht für alle Kommentare seit dem Upload. |
| Cybercab kommerziell in Texas. Starship-Fang Ende des nächsten Monats. Grok 4.7 hinter Opus 5.5. | Seine Aussage | Transkript. |
- CGTN, Fassung ohne MusikHochgeladen am 26. September 2026. 26:03. Das eingebettete Video.https://www.youtube.com/watch?v=jrUNnrcmFCU
- CGTN, erste Fassung25. September 2026. Titel mit „Full“. Angepinnter Verweis auf den Schnitt ohne Musik.https://www.youtube.com/watch?v=34-5wOGmCKc
- TranskriptElon Musk Archive, Interview with CCTV, 25. September 2026. Xi, Shanghai, Cybercab, Grok, Strom, Optimus, Geld, Burg, 100 Milliarden, Neuralink, Bildung.https://elonmuskarchive.org/video/interview-with-cctv
- Strom 2025Economic Times, 30. Juli 2026, nach Our World in Data. China, USA, EU, Indien.https://economictimes.indiatimes.com/news/new-updates/in-1985-us-generated-over-six-times-more-electricity-than-china-by-2025-dragon-was-producing-more-power-than-us-eu-india-combined/articleshow/132738853.cms
Schnitt: 30. September 2026. Aufrufe und Likes sind der Stand dieses Tages.


